Warnung: Gefälschte Oxycodon-Tabletten mit lebensgefährlichem Nitazen im Umlauf – jetzt auch in Deutschland sichergestellt

Achtung: Es besteht eine akute Gesundheitsgefahr durch gefälschte Oxycodon-Tabletten, die statt des erwarteten Wirkstoffs Oxycodon hochpotente synthetische Opioide enthalten.

Am 8. April 2025 hat die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH eine europäische Warnmeldung weitergeleitet: In mehreren Ländern (u. a. Finnland, Schweden, Schweiz) wurden gefälschte Tabletten mit der Aufschrift „OxyContin 80 mg Mundipharma“ entdeckt, die den extrem potenten Wirkstoff N,N-Dimethyletonitazen enthielten – ein synthetisches Opioid aus der Gruppe der Nitazene.

Aktuell liegt nun eine weitere Warnmeldung der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege vor:
In Berlin wurden mehrere Hundert gefälschte Oxycodon-Tabletten sichergestellt, die ebenfalls N,N-Dimethyl-Etonitazen enthielten – ein Stoff, der unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) fällt. Die Tabletten sind auch im Rahmen des Drugchecking-Projekts in Berlin aufgetaucht. Es gibt Hinweise darauf, dass sie über den Postweg vertrieben wurden – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich der Vertrieb nicht auf Berlin beschränkt.

 

Gesundheitsrisiken durch Nitazene

Nitazene sind hochpotente synthetische Opioide – teilweise stärker als Fentanyl, das bereits etwa 100-mal potenter als Morphin ist. Die Risiken sind erheblich:

  • Atemdepressionen

  • schwere Überdosierungen

  • tödliche Vergiftungen – vor allem bei Menschen ohne Opioid-Toleranz oder ohne Kenntnis über die tatsächliche Substanz

 

Empfehlungen

  • Informieren Sie Ihre Zielgruppen, insbesondere opioidkonsumierende Menschen, über diese akute Gefährdung.

  • Warnen Sie ausdrücklich vor dem Konsum vermeintlich pharmazeutischer Tabletten, deren Herkunft oder Echtheit unklar ist.

  • Bei Zweifeln an der Echtheit gilt: Nicht konsumieren!

  • Drugchecking-Angebote können helfen, Risiken zu minimieren – sofern verfügbar.

 

Wenn Ihnen in Deutschland ähnliche Fälle bekannt werden, melden Sie diese bitte umgehend an:

📧 news-projekt@ift.de

Bleiben Sie wachsam – und helfen Sie mit, Leben zu schützen.

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