ELTERNGRUPPE
Angeleitete Gesprächsgruppe für Eltern, deren Kind Drogen konsumieren

mudra-Beratungsstelle
Ottostraße 18
90402 Nürnberg

Dienstags 17:30-19:30 Uhr
26.09. / 10.10. / 24.10. / 07.11. / 21.11. / 05.12. / 19.12.2017
09.01. / 23.01. / 06.02.2018

Anmeldung:
Tel.: 0911-8150 100
doris.salzmann@mudra-online.de
stefanie.illauer@mudra-online.de

Hilfe für Angehörige und Freunde von Konsumenten

Auch wenn Drogenmissbrauch in allen gesellschaftlichen Schichten stattfindet, ist es nach wie vor ein Tabuthema. Das macht es gerade für Eltern, Angehörige und Freunde schwer, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen oder das weitere Umfeld des Betroffenen für die Problematik zu sensibilisieren. Dazu kommt eine doppelte Belastung – durch das Verhalten der Drogenkonsument_innen und die Schuldgefühle, die besonders bei den Eltern meist auftauchen. Eine Situation also, in der man sich alleine fühlt, nicht weiß, welche Verhaltensweise die Richtige ist und dadurch vielleicht gut gemeint das Falsche tut.

Die Mitarbeiter_innen der mudra haben jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Drogenkonsument_innen und wissen, was diese Situation den Familien und dem Umfeld abverlangt. Gleichzeitig trägt ein gestärktes soziales Umfeld immens zum Erfolg von Hilfsmaßnahmen bei. Die mudra Mitarbeiter_innen können Ihre Fragen beantworten, Ratschläge zu Verhaltensweisen geben und Hilfsangebote vermitteln. Auch hier gilt natürlich: mudra arbeitet vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch auch anonym.
Weitere Informationen gibt es unter:
 
mudra Kontakt- und Beratungszentrum
Ottostr. 18
90402 Nürnberg
Tel: 0911 8150-100
U1/U2/U3 Plärrer
U1  Weißer Turm

Türkischsprachige Angehörigengruppe

2x im Monat, jeweils am Donnerstag von 17.00 bis 19.00 Uhr
 
Kontakt:
Tel. 0911 8150-100
 
Austausch über Suchtverständnis
Mit offenen Fragen wie
  • „Was ist eigentlich Sucht?“
  • „Wonach kann man süchtig sein?“
  • „Woher kommt sie?“
  • „Wie ist erkennbar, ob jemand süchtig ist?“
  • „Warum hören Süchtige nicht einfach auf mit dem Konsum?“
  • „Wie geht man mit einem Rückfall oder Therapieabbruch um?“
  • „Hält Sucht ein Leben lang an?“
  • „Wird die Mehrzahl der Süchtigen niemals clean?“
Kommunikation
  • Erziehungsperson als Autorität (charakteristisch dafür: Ermahnen, Drohen, (Ver)urteilen)
  • Machtkampf zwischen den Gesprächspartnern (charakteristisch dafür: Ermahnen, (Ver)urteilen, Drohen, nicht Zuhören)
  • Kommunikation auf Augenhöhe, Offenheit auch für unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten (charakteristisch dafür: Empathie, Zuhören, Versuch zu verstehen)
Co-Abhängigkeit (Suchtförderndes Verhalten erkennen)
  • Wie entsteht Co-Abhängigkeit?
  • Durch welche Verhaltensweisen ist Co-Abhängigkeit gekennzeichnet?
  • Welche Bedeutung hat Co-Abhängigkeit für die Familie, Partnerschaft, etc.?
  • Welche Auswirkung hat sie auf den Angehörigen?
  • Welche Dynamiken entwickeln sich aus diesem Verhalten?
Situationen oder Zeitpunkte mit hoher Änderungsmotivation des/der Konsumierenden

Der/die Konsumierende verhält sich reumütig wegen einer durch das Konsumverhalten ausgelösten Krise z.B.

  • Inhaftierung,
  • Mit der Polizei in Kontakt kommen
  • Hausdurchsuchung
  • Verlust des Arbeitsplatzes/ der Wohnung
  • Gewalt

Die Entscheidung zur Lebensänderung ist wie z.B. Substitution, Entgiftung, ambulante oder stationäre Therapie nur der erste Schritt in Richtung dauerhafter Veränderung.

Ziele
  • Schaffung eines geschützten Rahmens um aus der Anonymität heraus treten zu können
  • Zurückbesinnung auf das eigene Leben
  • Zurückgewinnung verlorener Lebensqualität, wie z.B. Lebensfreude, soziale Kontakte und finanzielle Sicherheit
  • Kenntnis über deutsches Drogenhilfesystem und dessen Möglichkeiten erweitern
  • Aufbau von Kenntnissen über Hintergründe von Drogenkonsum, Abhängigkeit und Substanzkunde
  • Verbesserung der Kommunikation in der Familie
  • Bewusstwerdung über Dynamik von Co-Abhängigkeit bzw. die Suchtkrankheit unterstützendes Verhalten
  • Bewusstsein für die Notwendigkeit professioneller Unterstützung fördern
  • Aufbau von Bereitschaft für Inanspruchnahme weitergehender professioneller Unterstützung, wie z.B. ambulante Therapie

Alle Teilnehmenden berichteten von einer drastischen Reduzierung ihrer sozialen Kontakte zu Angehörigen und Freunden aus Scham vor dem Publik werden der Abhängigkeit des Sohnes oder der Tochter. Insbesondere die Tochter betreffend sei es mit ihrem Ehrgefühl nicht vereinbar, wenn irgendetwas über die Abhängigkeit derselben und damit zusammenhängende Problemlagen an die Öffentlichkeit dringen würde.

„Schweigepflicht“, d.h. alles, was in der Gruppe gesprochen wird, bleibt auch in der Gruppe (auch auf Gruppenleiter_innenseite).