Abschied von Chandra Moennsad

Liebe Angehörige, liebe Kolleg*innen, liebe Freund*innen,

Schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass unser geschätzter Kollege, Chandra Moennsad, am Abend des 13.12.2025, von uns gegangen ist.

Wie Chandra selbst im letzten Jahresbericht geschrieben hatte, begann sein Interesse an mudra im Lorenzer Reichswald. Beim Weihnachtsbaumschlagen vor ein paar Jahren kam er mit Norbert ins Gespräch. Sie unterhielten sich über mudra und die Jugendhilfe. Damit war Chandra nun endgültig überzeugt, denn direkt nach seinem Studium bewarb sich Chandra bei uns im Basecamp.

Chandra war ein Quereinsteiger. Viele Jahre lebte er von der Fotografie, dem Wegdesign und seiner Selbständigkeit in dem Bereich.
Während er beobachtete, wie sich die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit immer mehr veränderten, entstand auch in ihm ein Wandel und eine Veränderung.
Als Vater von 2 Kindern wusste Chandra stets, wie wichtig es ist, tragfähige und gelingende Beziehungen zu gestalten, insbesondere im Rahmen erzieherischer Hilfen.
So entstand immer mehr der Wunsch nach Veränderung und das Ziel, etwas für ihn Sinnstiftendes zu tun und mündete im Studium der Sozialen Arbeit.

Wir durften am 01.10.2024 Chandra als Mitarbeiter im Basecamp willkommen heißen. Ab seinem ersten Tag bei uns war spürbar, welche Leidenschaft und Begeisterung er für dieses Arbeitsfeld mitbringt. Er kam stets mit einem Lächeln in die Arbeit und ging auch mit einem Lächeln. Seine Arbeit mit den Klienten war geprägt von Wertschätzung, Fürsorge und Akzeptanz. Er scheute sich nicht Verantwortung zu übernehmen, war bei allen Aktionen dabei und zeigte ein überaus großes Engagement mit und für diese jungen Menschen in unserer Einrichtung. Und noch dazu war er für uns ein toller Kollege.

Chandra war für uns in der Jugendhilfe eine Person, zu der man aufschauen konnte. Seine ruhige und besonnene Art erdete so manchen von uns, selbst in den schwierigsten Momenten.
Für uns Mitarbeiter*innen war Chandra ein lieb gewonnener Kollege, jemand der Verantwortung wahrnehmen konnte und übernahm. Man konnte sich auf ihn verlassen.

Am Morgen des 13.12.2025 schlug Chandra noch im Lorenzer Wald den Weihnachtsbaum für das Basecamp.
Am Abend des 13.12.2025 erlag Chandra einem Herzinfarkt.

Unsere Gedanken sind bei Chandras Familie und seinen Angehörigen. Wir trauern aus tiefstem Herzen mit ihnen.
Wir und die Bewohner trauern um Chandra. Er wird uns fehlen.


i.a. Anna Stecklein-Wieninger
Einrichtungsleitung BASECAMP

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Nachruf auf Helmut Heither

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Wegbegleiter und Freund

Helmut Heither

Viele Jahrzehnte war Helmut ein fester Bestandteil unserer Arbeit bei mudra mit seinem unermüdlichen Einsatz für die Menschen, die wir begleiten. In den vergangenen Jahren engagierte er sich besonders für geflüchtete Kinder und Jugendliche im mudra-BASECAMP und begleitete sie dabei, nach belastenden Erfahrungen neue Stabilität, Orientierung und soziale Teilhabe zu entwickeln.

Helmut war ein bemerkenswerter Mensch mit großem Herzen, klarer Haltung und absoluter Verlässlichkeit. Er hat nie aufgegeben, an die Menschen zu glauben – auch dann nicht, wenn Wege steinig, Rückschläge schmerzhaft oder Entwicklungen frustrierend waren. Mit Geduld, Humor, gelegentlicher Strenge, aber stets mit Respekt begegnete er den Menschen, die ihm anvertraut waren. Gerade diese Mischung machte ihn so besonders und so wirksam.

Als ehrenamtlicher „Lehrer“, Mitstreiter und Freund hat er unsere Arbeit und unsere Haltung stets mitgetragen und geprägt. Darüber hinaus hat er unserem Verein über viele Jahre als Kassenprüfer gedient.

Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Zugleich bleibt eine große Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, für unzählige Gespräche, Erfahrungen und Begegnungen, die uns verbinden und die weiterwirken werden. Helmut wird uns in vielen Erinnerungen lebendig bleiben.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.

In dankbarem Gedenken

Norbert Wittmann
Dipl.Sozialpädagoge (FH)
Geschäftsführender Vorstand
mudra-Jugend- und Drogenhilfe e.V.

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40 Jahre Berufliche Integration!

Seit 1985 setzen wir uns unermüdlich dafür ein, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen eine neue Perspektive zu ermöglichen – durch Qualifizierung, Beschäftigung und Begleitung.

In der Schieräckerstraße, unserem Standort für Arbeit, Beschäftigung & Qualifizierung, haben wir über die Jahrzehnte vielerorts Türen geöffnet, Talente gefördert und Vertrauen geschaffen. Unser Ansatz war stets mehr als reine Vermittlung: Wir bieten echte Chancen, helfen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und begleiten kontinuierlich.

Rückblickend auf vier Jahrzehnte wird klar: Jede vermittelte Stelle, jede geleistete Arbeit, jede Lebensgeschichte, die sich positiv verändern konnte – all das ist Teil einer großen Gemeinschaftsleistung.

Wir danken allen Mitarbeitenden, Partner*innen, Förder*innen und natürlich unseren Teilnehmenden, die uns auf diesem Weg begleitet haben und weiter begleiten. Lasst uns gemeinsam voller Zuversicht in die nächsten 40 Jahre starten!

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Filmriss 2025 – Suchterkrankungen im Film

Vom 3. bis 25. November 2025 laden die Bezirkskliniken Mittelfranken gemeinsam mit dem Krisendienst Mittelfranken und den psychosozialen Suchtberatungsstellen zur Veranstaltungsreihe „Filmriss“ ein. Gezeigt wird der eindrucksvolle Film „VENA“ von Chiara Fleischhacker, der die berührende Geschichte einer jungen Frau im Spannungsfeld von Drogenabhängigkeit, Mutterschaft und Neubeginn erzählt.

Im Anschluss an jede Vorführung haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es um die filmische Darstellung, persönliche Erfahrungen und konkrete Hilfsangebote vor Ort.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Platzreservierung nicht erforderlich.

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Warnung: Gefälschte Oxycodon-Tabletten mit lebensgefährlichem Nitazen im Umlauf – jetzt auch in Deutschland sichergestellt

Achtung: Es besteht eine akute Gesundheitsgefahr durch gefälschte Oxycodon-Tabletten, die statt des erwarteten Wirkstoffs Oxycodon hochpotente synthetische Opioide enthalten.

Am 8. April 2025 hat die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH eine europäische Warnmeldung weitergeleitet: In mehreren Ländern (u. a. Finnland, Schweden, Schweiz) wurden gefälschte Tabletten mit der Aufschrift „OxyContin 80 mg Mundipharma“ entdeckt, die den extrem potenten Wirkstoff N,N-Dimethyletonitazen enthielten – ein synthetisches Opioid aus der Gruppe der Nitazene.

Aktuell liegt nun eine weitere Warnmeldung der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege vor:
In Berlin wurden mehrere Hundert gefälschte Oxycodon-Tabletten sichergestellt, die ebenfalls N,N-Dimethyl-Etonitazen enthielten – ein Stoff, der unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) fällt. Die Tabletten sind auch im Rahmen des Drugchecking-Projekts in Berlin aufgetaucht. Es gibt Hinweise darauf, dass sie über den Postweg vertrieben wurden – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich der Vertrieb nicht auf Berlin beschränkt.

 

Gesundheitsrisiken durch Nitazene

Nitazene sind hochpotente synthetische Opioide – teilweise stärker als Fentanyl, das bereits etwa 100-mal potenter als Morphin ist. Die Risiken sind erheblich:

  • Atemdepressionen

  • schwere Überdosierungen

  • tödliche Vergiftungen – vor allem bei Menschen ohne Opioid-Toleranz oder ohne Kenntnis über die tatsächliche Substanz

 

Empfehlungen

  • Informieren Sie Ihre Zielgruppen, insbesondere opioidkonsumierende Menschen, über diese akute Gefährdung.

  • Warnen Sie ausdrücklich vor dem Konsum vermeintlich pharmazeutischer Tabletten, deren Herkunft oder Echtheit unklar ist.

  • Bei Zweifeln an der Echtheit gilt: Nicht konsumieren!

  • Drugchecking-Angebote können helfen, Risiken zu minimieren – sofern verfügbar.

 

Wenn Ihnen in Deutschland ähnliche Fälle bekannt werden, melden Sie diese bitte umgehend an:

📧 news-projekt@ift.de

Bleiben Sie wachsam – und helfen Sie mit, Leben zu schützen.

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